Anzeige

Erste Hilfe beim Tier bei Wunden (Wundversorgung)

 

Wie äußern sich Wunden bei meinem Tier?

Verbände

Wunden beim Tier sollten mit einem sauberen Verband abgedeckt werden. Foto: vetproduction

Wunden können, je nachdem, wie sie entstanden sind, klein oder großflächig, oberflächlich oder tief sein. Kleine Hautwunden reichen mitunter – entgegen dem äußeren Anschein – bis tief ins Gewebe. Meist bluten Wunden mehr oder weniger stark oder sondern feuchtes Wundsekret ab.

Grundsätzlich kommen Wunden bei Tieren an allen möglichen Körperstellen, zum Beispiel der äußeren Haut, an Schleimhäuten (z.B. Maulhöhle, Zahnfleisch, Vaginal- oder Vorhaut-Schleimhaut, Nasenspiegel) oder an den Augen vor.

Was sind die Ursachen von Wunden bei Tieren?

Häufige Ursachen von Wunden bei Tieren sind Schnitt-, Stich- oder Bissverletzungen. Auch Schürfverletzungen kommen gelegentlich vor. Oft verletzen sich Tiere an ihren hervorstehenden Körperenden; also an Nase und Maul, Ohren oder Schwanz. Oder sie fügen sich Wunden zu, indem sie sich spitze oder scharfe Gegenstände in die Sohlenballen oder den Zwischenzehen-Bereich eintreten. Auch Verbrennungen, Erfrierungen oder Verätzungen können Hautwunden bei Tieren verursachen.

Wie leiste ich Erste Hilfe, wenn mein Tier eine Wunde hat?

Hat Ihr Tier eine Wunde, achten Sie zunächst auf Blutungen. Bei stark blutenden Wunden steht die Blutstillung als Erste-Hilfe-Maßnahme im Vordergrund. Bei wenig blutenden Wunden ist es ratsam, das umgebende Fell Ihres Tieres in diesem Bereich zunächst zu kürzen, damit die Haare der Wunde nicht anhaften. In der Regel reicht es, wenn Sie diese mit einer (am besten abgerundeten) Schere kürzen.

Sind Schmutzpartikel oder Fremdkörper in die Wunde Ihres Tieres gelangt, versuchen Sie diese zu entfernen, indem Sie die Wunde gründlich reinigen. Dazu eignet sich idealerweise eine sterile Kochsalz-Lösung; notfalls können Sie die Wunde auch mit lauwarmem Wasser ausspülen. Vermeiden Sie dabei, an der Wunde zu reiben. Anschließend besprühen Sie die Wunde mit einem Hautdesinfektionsspray.

Auch bei relativ kleinen, unauffälligen Wunden sollten Sie Ihr Tier einem Tierarzt vorstellen. Bis zum Erreichen der Tierarzt-Praxis ist es wichtig, die Wunde mit einer sauberen Mullkompresse beziehungsweise einem Verband abzudecken, um sie vor Verschmutzung zu schützen. Hindern Sie Ihr Tier am Belecken der Wunde, zum Beispiel indem Sie ihm einen Halskragen anlegen. Befinden sich größere oder festsitzende Fremdkörper in der Wunde, belassen Sie diese an Ort und Stelle und bringen Sie Ihr Tier zum Tierarzt.

 

 

Anzeige

Weiterführende Informationen

Autor: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: Januar 2011
Quellen:
Powell, L. et al.: Small Animal Emergency and critical care. Wiley Blackwell Verlag, 2011
Silverstein, D., Hopper K.: Small Animal Critical Care Medicine. Saunders Elsevier Verlag, 2009
Suter, P.F., Kohn, B. et al.: Praktikum der Hundeklinik. Parey Verlag, 2006

 

Schlagwörter: , , ,

Anzeige

Hund mit Halskragen

Magazin

Hundeversicherungen – Vorbeugen für den Ernstfall

Auch Hunde können Schäden anrichten oder krank werden. Für den Tierhalter kann das unter Umständen teuer werden. Mit einer Hundeversicherung haben Tierhalter jedoch die Möglichkeit, sich gegen unerwartet hohe Kosten … mehr »

Katze

Magazin

Haargenau: Die richtige Fellpflege für Hund und Katze

Das Fell von Haustieren ist viel mehr als nur eine Zierde: Es bildet die erste Abwehrfront gegen Wettereinflüsse, mechanische Schäden und Krankheitserreger. Zudem spielt es eine wichtige Rolle bei der … mehr »

Viele Tierärzte möchten eine eigene Praxis gründen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, um sich selbstständig zu machen. Foto: vetproduction

Magazin

Der Traum von der eigenen Praxis: Worauf Tierärzte vor dem Schritt in die Selbstständigkeit achten sollten

Wer davon träumt, sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen und sein eigener Chef zu werden, sollte sich vorher genau überlegen, auf was er sich einlässt. Denn eine eigene … mehr »

Hund und Pferd

Magazin

Tierhalter-Haftpflichtversicherung: Gut geschützt für den Ernstfall

Auch der besterzogene Hund kann plötzlich zubeißen, ebenso wie das ruhigste Pferd sich erschrecken und auf die Straße laufen kann. Egal, wie viel Vorsicht man als Tierhalter walten lässt: Ein … mehr »

Bildergalerien
Bildergalerien

Ultraschall bei der Katze
zur Galerie »

Bildergalerien

Fluoreszein-Test beim Hund
zur Galerie »

Bildergalerien

Giftpflanzen im Garten
zur Galerie »

Bildergalerien

Giftige Zimmerpflanzen
zur Galerie »

Bildergalerien

Aquatraining beim Hund
zur Galerie »

Bildergalerien

Kaninchen beim Tierarzt
zur Galerie »

Bildergalerien

Endoskopie beim Hund
zur Galerie »

Tierkrankheiten