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Erste Hilfe beim Tier bei Verätzungen

 

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Wie äußern sich Verätzungen bei meinem Tier?

Verbände

Sind bei einer Verätzung Hautwunden entstanden, können Sie diese bis zum Erreichen der Tierarzt-Praxis mit einem sauberen Tuch oder mit einer sterilen Kompresse abdecken. Foto: vetproduction

Verätzungen können bei Tieren an verschiedenen Körperstellen auftreten. Häufiger kommt es zu Verätzungen der äußeren Haut oder der Augen. Verschluckt das Tier die ätzende Substanz oder atmet es sie ein, resultieren daraus Verätzungen der Maulschleimhaut, der Speiseröhre und des Magens oder der Atemwege.

Verätzungen an Haut und Schleimhaut der Tiere ähneln in der Regel Hautwunden. Diese können je nach verursachender Substanz unterschiedlich tief ins Gewebe dringen. Die Haut des Tieres erscheint dann an ihrer Oberfläche gerötet und geschwollen oder es sind mehr oder weniger große Hautwunden zu erkennen.

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Was sind die Ursachen von Verätzungen?

Zu Verätzungen bei Tieren kommt es meist durch ätzende Haushaltschemikalien. So enthalten viele Reinigungsmittel Säuren oder Laugen, welche die Verätzung verursachen. Bewahren Sie Chemikalien und Reinigungsmittel immer an einem sicheren, für Tiere nicht erreichbaren Ort auf!

Wie leiste ich Erste Hilfe, wenn mein Tier Verätzungen hat?

Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei frischen Verätzungen an der Haut oder den Augen des Tieres spülen Sie den betroffenen Bereich gründlich mit lauwarmem Wasser aus. Hat Ihr Tier eine ätzende Substanz heruntergeschluckt, bringen Sie es sofort zum Tierarzt! Versuchen Sie nicht eigenständig Erbrechen herbeizuführen, da dies zu ausgiebigeren Verätzungen der Speiseröhre führen kann!

Größere, flächenhafte Verätzungen der Haut des Tieres müssen umgehend tierärztlich versorgt werden; sie können ebenso wie großflächige Verbrennungen für Ihr Tier lebensbedrohlich sein. Sind offensichtliche Hautwunden entstanden, können Sie diese bis zum Erreichen der Tierarzt-Praxis mit einem sauberen Tuch – oder besser, mit einer sterilen Kompresse – abdecken. Auf diese Weise ist die Wunde besser vor Schmutz und Bakterien geschützt.

Hindern Sie Ihr Tier daran, an der verätzten Wunde zu lecken. Zum einen gelangen über Zunge und Speichel zusätzlich Bakterien in die geschädigte Haut, und zum andern nimmt Ihr Tier unter Umständen noch mehr von der ätzenden Substanz auf.

 

 

Weiterführende Informationen

Autor: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: Januar 2011
Quellen:
Noli, C. Scarampella, F.: Praktische Dermatologie bei Hund und Katze. Schlütersche Verlag, 2005
Powell, L. et al.: Small Animal Emergency and critical care. Wiley Blackwell Verlag, 2011
Silverstein, D., Hopper K.: Small Animal Critical Care Medicine. Saunders Elsevier Verlag, 2009
Suter, P.F., Kohn, B. et al.: Praktikum der Hundeklinik. Parey Verlag, 2006

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