Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten
Home » Erste Hilfe » Erste Hilfe beim Tier bei Augenverletzungen und Augenentzündungen

Erste Hilfe beim Tier bei Augenverletzungen und Augenentzündungen

 

Diesen Artikel teilen:

 

Wie äußern sich bei meinem Tier Augenverletzungen und Augenentzündungen?

Augenuntersuchung Kaninchen

Eine Augenverletzung ist ein Notfall, der möglichst schnell durch einen Tierarzt behandelt werden muss. Foto: vetproduction

Augenverletzungen und Augenentzündungen können sich bei Tieren unterschiedlich äußern. Typische Symptome von Augenentzündungen sind gerötete Bindehäute (ein- oder beidseitig), eine Schwellung der Bindehaut, sowie Augenausfluss, der wässrig, schleimig oder eitrig sein kann. Oft reiben sich Tiere mit Augenentzündungen das betroffene Auge mit der Pfote, oder sie kneifen die Augen häufiger zusammen.

Augenverletzungen beim Tier können verschiedene Abschnitte des Auges betreffen, etwa die Lidränder, die Bindehaut oder die Hornhaut. Bei schwerwiegenden Augenverletzungen steht das Auge eventuell hervor oder Teile des Auges (etwa die Linse oder der gelartige Glaskörper) sind nach außen getreten.

Anzeige

Was sind die Ursachen von Augenverletzungen und Augenentzündungen beim Tier?

Die häufigsten Ursachen für Augenentzündungen beim Tier sind Bakterien, Viren oder Pilze. Auch eine ungünstige Lidstellung oder kleine Haare, die dem inneren Rand des Augenlids entspringen, können eine Augenentzündung hervorrufen.

Augenverletzungen entstehen oft im Rahmen von Rivalitätskämpfen unter Tieren (etwa bei Katzen), durch Unfälle mit spitzen oder scharfen Gegenständen oder durch Fremdkörper. Seltener führen Chemikalien oder ein Schuss zu Augenverletzungen. Gelegentlich kommen auch Insektenstiche an den Augen von Tieren vor.

Wie leiste ich Erste Hilfe, wenn mein Tier eine Augenverletzung oder Augenentzündung hat?

Haben Sie bei Ihrem Tier wässrigen oder schleimigen Augenausfluss beobachtet, sollten Sie die Augenwinkel regelmäßig (zwei bis dreimal am Tag) mit einem sauberen Tuch reinigen. Zeigt sich jedoch gelblicher (eitriger) Augenausfluss, handelt es sich wahrscheinlich um eine bakterielle Augenentzündung, die einen Tierarzt-Besuch notwendig macht.

Im Gegensatz zu den meisten Augenentzündungen ist eine Augenverletzung ein Notfall, der möglichst schnell durch einen Tierarzt behandelt werden muss. Befindet sich ein Fremdkörper (etwa Pflanzenteile) im äußeren Bereich des Auges, können Sie Erste Hilfe leisten, indem Sie versuchen, diesen mit einer sterilen Elektrolytlösung (sofern vorhanden) aus dem Auge des Tieres herauszuspülen. Versuchen Sie nicht, den Fremdkörper mithilfe einer Pinzette zu entfernen, denn durch die Abwehrbewegungen des Tieres ist die Verletzungsgefahr zu groß.

Spießt ein Fremdkörper direkt in das Auge, versuchen Sie keinesfalls, ihn herauszuziehen. Schwerwiegende Augenverletzungen können Sie bis zum Erreichen der Tierarzt-Praxis mit einer sterilen Mullkompresse (notfalls auch einem sauberen Taschentuch) abdecken und diese mit einem Kopfverband fixieren. Legen Sie Ihrem Tier, wenn möglich, einen Halskragen an.

 

 

Anzeige

Weiterführende Informationen

Autor: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: Januar 2011
Quellen:
Kübler. H.: Quickfinder Hundekrankheiten. Gräfe und Unzer Verlag, 2009
Suter, P.F., Kohn, B. et al.: Praktikum der Hundeklinik. Parey Verlag, 2007

Schlagwörter: ,

Diesen Artikel teilen:

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 228 votes
    228 votes 82%
    228 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 51 vote
    51 vote 18%
    51 vote - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 279
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin