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Welches Obst ist gesund für Hunde und welches giftig?

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Vorsicht! Nicht jedes Obst ist gesund für Hunde! Foto: Gerd Pfass/pixelio.de

In der Frage, ob Obst als gesundheitsfördernde Ration in den Speiseplan von Tieren eingeplant werden kann, lässt sich schnell „auf den Hund kommen“. Viele Obstsorten versorgen des Menschen besten Freund mit Energie und Vitaminen. Es gibt jedoch auch schädliches oder gar giftiges Obst, das der Halter kennen sollte. Erfahren Sie hier mehr.

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Nicht nur für den Menschen, sondern auch für den Hund ist eine gesunde Ernährung wichtig. Neben ausreichend Bewegung trägt Hundefutter dazu bei, dass die Tiere gesund und vital sind. Außerdem wirkt sie sich positiv auf die Lebenserwartung des Tieres aus. Daher haben sich verschiedene Trends, wie beispielsweise „Barfen“ oder vegetarische Ernährung für den Hund, durchgesetzt. Bei BARF bekommt der Vierbeiner ausschließlich Mahlzeiten aus rohem Fleisch und Knochen. Diese werden mit püriertem oder zerkleinertem Obst und Gemüse ergänzt, das teils roh, teils gegart ist. Hier gilt: Was der Mensch roh essen kann, kann auch der Hund roh essen. Andersherum versteht sich, dass beispielsweise Kartoffeln oder Reis vor dem Füttern zu kochen sind. Zwischen den Mahlzeiten eignet sich Obst hervorragend als Snack.

Welches Obst ist für meinen Hund gesund?

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Für Hunde sind viele Obstsorten gesund, denn sie sind wasserreich, gute Energiequellen und enthalten Vitamine. Diese fördern verschiedene Prozesse im Hundekörper und unterstützen die Abwehrkräfte. Der im Obst enthaltene Fruchtzucker hat einen großen Vorteil: Er führt nicht zu Übergewicht, Zahnstein oder Diabetes mellitus.

Zu gesundem Obst für Hunde gehören:

 

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Äpfel sind reich an verschiedenen Vitaminen und Spurenelementen sowie Pektin. Pektin ist ein Ballaststoff, der im Magen des Hundes nicht verdaut werden kann. Damit trägt er zur gesunden Darmflora bei und begünstigt die Verdauung. Zusätzlich hat es eine wasserbindende Wirkung, wodurch sich Äpfel als Hausmittel bei an Durchfall erkrankten Hunden eignen. Auch Birnen sind verdauungsfördernd, denn sie unterstützen die natürliche Bewegung des Darms. Die enthaltenen Gerbstoffe mildern Magen-Darm-Entzündungen.

Die tropischen Früchte enthalten besondere Eiweißstrukturen, sogenannte Enzyme, die der körpereigenen Verdauung der Tiere zu Gute kommen. Die Enzyme wirken im Hundemagen unterstützend, wenn es an die Aufspaltung von Eiweißen aus der Nahrung geht. Zusätzlich stärkt enthaltenes Vitamin C die Abwehrkräfte Ihres Hundes.

Sie alle sind gute Vitamin-A-Quellen, welches wichtig für die Sehkraft des Tieres ist. Außerdem ist Vitamin A gesund für Haut und Fell. Weitere Vitamine unterstützen das Immunsystem und die Verdauung des Tieres. Aprikosen, Kirschen und Nektarinen sind reich am Spurenelement Kalium. Es ist wichtig für die Übertragung von Signalen des Nervensystems und für gesunde Muskeln. Vor dem Füttern sollten Sie in jedem Fall die Kerne entfernen, denn gerade bei kleineren Hunden können diese den Darm verstopfen. Außerdem enthalten die Steine schädliche Stoffe wie Blausäure. Zerbeißt das Tier die Kerne, wird sie im Magen des Tieres freigesetzt und schadet Ihrem Hund.

Bananen bringen neben vielen Nährstoffen viel Energie mit. Daher eignen sie sich besonders bei Tieren, die an Magen-Darm-Beschwerden leiden. Bei gesunden Hunden kann die vermehrte Gabe roher Bananen jedoch zu Verstopfung führen.

Für Dalmatiner und Englische Doggen sind Bananen weniger geeignet, denn sie enthalten viel Purin. Dies ist ein natürlicher Stoff, der zum Beispiel wichtiger Bestandteil der Erbinformation ist. Nehmen die Tiere zu viel Purin zu sich, wird es über zu einem Stoffwechsel-Produkt umgewandelt, welches sie mit dem Urin ausscheiden. Dalmatiner haben allerdings einen Gendefekt, sodass dieser Prozess gestört ist.

Dadurch scheiden die Tiere verstärkt für sie aggressive Harnsäure mit dem Urin aus, was zu Blasen- und Nierensteinen führen kann. Bananen sollten Sie bei den beiden Hunderassen daher gar nicht oder sehr wenig verfüttern.

Die süßen Früchte sind auch für Hunde reinste Vitamin-Bomben, denn sie enthalten viel Vitamin C und Folsäure. Vitamin C unterstützt das Immunsystem der Tiere im Kampf gegen Krankheitserreger. Folsäure gehört zu den B-Vitaminen und spielt eine wichtige Rolle in Zellteilung und -wachstum. Zusätzlich enthalten Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren wertvolle Anthozyane. Dies sind spezielle Stoffe der Pflanze, die zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress dienen.

Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse, Cashewnüsse: Sie alle enthalten viel Eiweiß, die gesunden ungesättigten Fettsäuren und einen hohen Gehalt an wichtigen Spurenelementen. Damit sie leichter verdaut werden, sollten Sie die Nüsse vor dem Füttern hacken.

Grundsätzlich ist es ratsam, dass Sie Ihren Hund in Maßen mit Obst und mit sehr reifen Früchten füttern. Trocken- und Dörrobst eignet sich auch als gesunder Snack, allerdings nicht als regelmäßiges Leckerli. Fressen die Tiere zu viel Trockenobst, können sie Blähungen und Durchfall bekommen. Zusätzlich bringt es viel Energie, denn es enthält mehr Kalorien als frisches Obst. Haben Sie am besten auch ein Auge auf das Gewicht des Hundes, damit Ihr Vierbeiner nicht übergewichtig wird.

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Welches Obst sollte mein Hund nicht fressen?

Es gibt auch Obstsorten, bei denen es nicht empfehlenswert ist, sie an Ihren Hund zu verfüttern. Pflaumen, Mirabellen und Zwetschgen gehören zu den Früchten, die die Tiere nur gelegentlich fressen sollten. Die Fruchthäute sind schwer verdaulich und können im Darm gären. Außerdem wirken sie abführend. Seien Sie achtsam, wenn auf Ihrem Spazierweg Streuobst-Wiesen liegen: Schauen Sie, dass der Vierbeiner kein Fallobst frisst, das unter Umständen vergoren sein kann. Auch Pflaumen, Mirabellen und Zwetschgen enthalten unverdauliche harte Kerne, die zu Verstopfung führen können. Außerdem sind auch hier schädliche Cyan- und Blausäure-Verbindungen enthalten.

Weitere für Hunde nicht geeignetes Obst sowie Nüsse:

 

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Weitere Informationen

Autorin: Julia Wette, M. Sc. Biologie
Datum: November 2016
Quellen:
Behling, G.: Frisches Futter für ein langes Hundeleben. Kynos, Nerdlen/Daun 2010Dillitzer, N.: Tierärztliche Ernährungsberatung. Diätetik und Fütterung von Hunden, Katzen, Reptilien, Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Zürich: www.vetpharm.uzh.ch, (Abruf: 11/2016)
Meerschweinchen und Kanninchen. Elsevier, München 2012
Meyer H., Zentek J.: Ernährung des Hundes. Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Enke, Stuttgart 2010
Petsdeli: Magazin. https://www.petsdeli.de/magazin/ (Abruf: 11/2016)
Schäfer, S. L., Messika, B.R.: B.A.R.F –  Artgerechte Rohernährung für Hunde. Kynos, Nerdlen/Daun 2010
Suter, P.F. et al.: Praktikum der Hundekrankheiten. Enke, Stuttgart 2012

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