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Vogelfutter: Welches Wellensittich-Futter ist gesund?

 

Wellensittich

Etwa zwei gehäufte Teelöffel Futter benötigt ein gesunder Wellensittich pro Tag. Foto: vetproduction

Damit ein Wellensittich gesund bleibt, spielt neben der artgerechten Haltung auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Wellensittich gesund ernähren und worauf Sie bei Wellensittich-Futter achten sollten.

Wie viel Wellensittich-Futter Ihr Tier benötigt, hängt unter anderem davon ab, wie alt und wie aktiv es ist. Ein Wellensittich, der regelmäßig frei fliegen darf, benötigt mehr als ein Vogel, der ausschließlich im Käfig gehalten wird. Ein gesunder Wellensittich benötigt im Durchschnitt etwa zwei gehäufte Teelöffel Wellensittich-Futter pro Tag.

 

Ausgewogenes Wellensittich-Futter

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Das Wellensittich-Futter sollte vor allem nicht einseitig sein. Ausgewogene Körnermischungen enthalten zum Beispiel verschiedene Hirsearten, Kanariensaat (Glanz), Hafer und Ölsaaten wie Leinsamen. Ölsaaten sollten allerdings nicht mehr als etwa fünf Prozent der Futtermenge ausmachen, denn das enthaltene Öl ist sehr energiereich und kann zur Verfettung des Wellensittichs beitragen.

Wellensittiche fressen außerdem gerne gequollenes oder gekeimtes Körnerfutter, denn es entspricht sehr gut ihrem Futter in der freien Wildbahn. Es eignet sich insbesondere für Vögel, die zur Verfettung neigen, da es nicht so energiereich wie ungekeimtes Körnerfutter ist und schneller sättigt.

 

Mehr als nur Körnerfutter

Neben dem Körnerfutter sollten Sie Ihrem Wellensittich auch täglich Grünfutter anbieten, zum Beispiel frische Wildkräuter wie Vogelmiere oder Löwenzahn. Im Winter können Sie alternativ selbst Kräuter auf der Fensterbank ziehen oder bereits angezogene Kräutertöpfe kaufen. Als Wellensittich-Futter eignet sich zum Beispiel Petersilie oder Kresse. Auch Salat, Obst und rohes Gemüse schmecken Wellensittichen. Das Frischfutter versorgt den Vogel mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Wellensittiche knabbern außerdem gerne weiches Holz. Sie können Ihrem Vogel zum Beispiel junge Äste von Bäumen oder Sträuchern anbieten. Das beschäftigt den Wellensittich und sorgt zudem für eine natürliche Schnabelabnutzung.

 

Leckereien für den Wellensittich

Viele Wellensittiche fressen besonders gerne Kolbenhirse: Sie macht die Vögel satt und beschäftigt sie gleichzeitig. Zur Beschäftigung gibt es auch Wellensittich-Futter, das in Stangen- oder Herzform gepresst ist. Meist handelt es sich dabei um Körnermischungen aus Hirse und Kanariensaat, die mit Zuckerlösungen oder Honig in Form gebracht werden. Wellensittiche haben Spaß daran, sich ihr Futter zu erarbeiten, indem sie die Körner aus ihrer Form picken. Allerdings sollten Sie Ihren Wellensittich nicht zu oft damit beschäftigen und verwöhnen, denn durch den „Klebstoff“ Zucker sind diese Leckereien sehr viel energiereicher als gewöhnliches Wellensittich-Futter. Daher ist es ratsam, dem Wellensittich kein weiteres Futter anzubieten, wenn er eine Futterstange bekommt, um eine Verfettung zu vermeiden. Als alleiniges Wellensittich-Futter sind die Leckereien nicht geeignet, da sie nicht genügend Nährstoffe enthalten.

 

Frische testen mit der Keimprobe

Egal was Sie verfüttern: Achten Sie darauf, dass das Wellensittich-Futter nicht verdorben oder verschimmelt ist. Gerade in Körnermischungen kann Ungeziefer wie Mehlmotten nisten. Zu lange gelagertes Körnerfutter verliert außerdem Nährstoffe. Dies kann zu Mangelerscheinungen führen, wenn der Vogel längere Zeit das nährstoffarme Wellensittich-Futter erhält.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Körnermischung bereits zu alt ist, können Sie eine Keimprobe machen:

  • Legen Sie dazu ein flaches Gefäß (z.B. einen Teller) mit feuchtem Küchenpapier oder Watte aus.
  • Geben Sie etwas Wellensittich-Futter auf die Watte und lassen Sie es zwei Tage an einem warmen Ort stehen.
  • Haben die Körner nach zwei Tagen gekeimt, ist das Futter noch nährstoffreich und damit für den Wellensittich geeignet. Keimen nur wenige Körner, ist das Wellensittich-Futter bereits zu alt, die Nährstoffe ausgelaugt. Sie sollten es dann ersetzen.

Damit das Wellensittich-Futter möglichst lange frisch bleibt, lagern Sie es am besten an einem trockenen, gut belüfteten, kühlen Ort. Ungeziefer, Bakterien und Schimmelpilze siedeln sich dann nicht so schnell an. Dadurch können Sie dazu beitragen, Erkrankungen wie Pilzinfektionen bei Ihrem Wellensittich zu vermeiden.

 

 

Weiterführende Informationen

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: Januar 2012
Quellen:
Gabrisch, K., Zwaart, P.: Krankheiten der Heimtiere. Schlütersche, Hannover 2008
Quinten, D.: Wellensittiche. Compact, München 2010
Wedel, A.: Ziervögel: Erkrankungen – Haltung – Fütterung. Parey, Stuttgart 2004

 

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