Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Ernährung » Futtervergleich » Hundefutter » Bio-Futter für den Hund

Bio-Futter für den Hund

 

Diesen Artikel teilen:

 

Futter Ratgeber – Hunde

Hundefuttervergleich

Anzeige

Massentierhaltung, Fütterung der Tiere mit Antibiotika, gentechnisch veränderte Lebensmittel – dies sind nur drei Gründe, warum immer mehr Menschen beim Einkauf darauf achten, Lebensmittel aus ökologisch kontrolliertem Anbau zu kaufen. Die Käufer versprechen sich von Bio-Lebensmitteln unter anderem eine artgerechte Haltung der Nutztiere, aber auch, dass die Inhaltsstoffe nicht gentechnisch verändert und mit Pestiziden verunreinigt sind.

Auch viele Hundebesitzer greifen immer öfter zum Bio-Futter für ihren Hund. Dahinter steht der Wunsch nach einer gesunden Hundeernährung mit Futter aus artgerechter und ökologisch nachhaltiger Produktion. Entsprechend gibt es in den letzten Jahren eine wachsende Auswahl an Bio-Hundefutter von Herstellern, die sich auf ökologische Futterproduktion spezialisiert haben. Auch viele etablierte Hersteller erweitern ihre Produktpalette und bieten Bio-Hundefutter an. Doch was bedeutet das für die Futterqualität? Und wie deutet man die verschiedenen Siegel auf dem Bio-Hundefutter?

 

Was verbirgt sich hinter Bio-Hundefutter?

Um ihr Hundefutter mit dem staatlichen Biosiegel kennzeichnen zu dürfen, müssen die Hersteller nach der EG-Öko-Verordnung bestimmte Kriterien erfüllen, welche von ausgewiesenen Kontrollstellen überprüft werden. Das europäische Bio-Siegel ist für diese Produkte sogar verpflichtend. Es bezieht sich auf die Inhaltsstoffe, ihre Herstellung und Verarbeitung: Mindestens 95 Prozent müssen aus ökologischen Anbau kommen; die restlichen fünf Prozent beziehen sich auf Inhaltsstoffe, die nicht in Bio-Qualität erhältlich sind. Für Getreide und andere pflanzliche Bestandteile im Bio-Hundefutter bedeutet dies, dass bei ihrem Anbau zum Beispiel keine chemischen Kunstdünger und Pestizide (Pflanzenschutzmitteln) zum Einsatz kommen.

Für viele Tierfreunde entscheidend: Das verarbeitete Fleisch, aber auch im Futter enthaltene Milchprodukte und Eier, stammen von Tieren aus Bio-Betrieben. Hier sind die Haltungsbedingungen an strengere Auflagen geknüpft als in der konventionellen Tierhaltung. Es darf nur eine kleinere Anzahl an Tieren auf einer bestimmten Fläche gehalten werden. Schweine und Rinder bekommen beispielsweise etwas Auslauf und ihr Stall erhält eine Stroh-Einstreu, was für sie angenehmer ist als ein Leben auf Brettern oder Betonböden. Tiere, deren Produkte für Bio-Hundefutter verarbeitet werden, dürfen außerdem keine vorbeugenden Antibiotika oder wachstumsfördernde Substanzen erhalten. Auch Gentechnik ist für pflanzliche wie tierische Inhaltsstoffe verboten.

Bio-Hundefutter enthält in der Regel keine Geschmacksverstärker; einige Hersteller verzichten auch auf Fleischnebenprodukte („Tierische Nebenerzeugnisse“) wie Hufe oder Knochen, grundsätzlich dürfen aber auch solche Inhaltsstoffe enthalten sein, sofern sie aus Bio-Betrieben stammen. Herstellerangaben zufolge sind der Fleischanteil und der Anteil an Nährstoffen bei Bio-Hundefutter höher als bei konventionellem Futter. Im Zweifelsfall gilt für Bio-Hundefutter wie für konventionelles Futter gleichermaßen: Ein Blick auf die Zutatenliste schafft Klarheit.

 

Anzeige

Achten Sie beim Kauf von Bio-Hundefutter auf bekannte Siegel

Huhn

Bei Bio-Hundefutter gilt: Alle verarbeiteten Produkte – etwa Fleisch und Eier – müssen aus ökologischer Herstellung stammen. Foto: vetproduction

Neben dem deutschen und europäischen Bio-Siegel gibt es noch eine Reihe anderer Zertifikate auf den Verpackungen – das stiftet schnell Verwirrung. Denn Bio ist nicht gleich Bio, hinter jedem Siegel bzw. Zertifikat verbergen sich andere Standards, welche die Futterhersteller einhalten müssen.

Die Mindeststandards nach der EG-Öko-Verordnung müssen gegeben sein, wenn das europäische ABCERT-Siegel aufgedruckt ist. Dies ist auch die Voraussetzung für verschiedene staatliche Siegel wie das deutsche Bio-Siegel oder das niederländische EKO-Siegel.

Zusätzlich zu diesen Siegeln gibt es noch die Logos und Siegel der verschiedenen Bio-Anbauverbände. Viele Hersteller von Bio-Hundefutter sind hier Mitglied. Diese Anbauverbände definieren eigene Erzeugerrichtlinien, deren Anforderungen oft über die staatlichen und europaweit gültigen Mindestrichtlinien hinausgehen. Zu diesen zählen zum Beispiel Biokreis, Demeter, Ecoland und Bioland. Wollen Sie beim Futterkauf also sicher sein, dass es sich beim Futter auch tatsächlich um Bio-Hundefutter handelt, achten Sie auf die entsprechenden Siegel.

Jetzt folgen:

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: Simon Korn (M. Sc. Biologie)
Tiermedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum: August 2013
Quellen:
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: www.bio-siegel.de (Abruf: August 2013)
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: http://www.bmelv.de/ (Abruf: August 2013)
Bio-Tierkost.de: www.bio-tierkost.de (Abruf: August 2013)
Deutscher Tierschutzbund E.V.: www.tierschutzbund.de (Abruf: August 2013)
Tatze online: www.tatze-online.de (Abruf: August 2013)

Schlagwörter:

Diesen Artikel teilen:

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 228 votes
    228 votes 82%
    228 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 51 vote
    51 vote 18%
    51 vote - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 279
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin