Durchfall bei Hunden: Wie Sie Ihrem Hund helfen können

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Hund beim Tierarzt

Hat Ihr Hund sehr starken oder anhaltenden Durchfall, sollten Sie ihn von einem Tierarzt untersuchen lassen. Foto: vetproduction

Häufig sind Fehler bei der Fütterung für Durchfall bei Hunden verantwortlich. Überfütterung, plötzlicher Futterwechsel oder ein zu hoher Gehalt an Milchzucker (Laktose) im Futter können zu Verdauungsbeschwerden führen. Wenn Sie diese Fütterungsfehler beheben, verschwindet der Durchfall beim Hund in der Regel von selbst.

 

Hilfe bei akutem Durchfall

Plötzlich einsetzender, akuter Durchfall bei Hunden wird oft durch Magen-Darm-Infektionen hervorgerufen. Mitunter hilft es dann bereits, dem Hund etwa 24 bis 48 Stunden nichts zu Fressen zu geben. Bieten Sie ihm aber unbedingt ausreichend frisches Trinkwasser an. Wenn Ihr Hund bei Durchfall viel Flüssigkeit verliert, ist es sinnvoll, das Wasser mit einer Elektrolytlösung anzureichern. Ihr Tierarzt erklärt Ihnen, wie das funktioniert. In schweren Fällen oder bei Welpen mit Durchfall ist es mitunter notwendig, den Hund künstlich über Infusionen zu ernähren, die der Tierarzt verabreicht.

Bessert sich der Durchfall bei Hunden nach 24 bis 48 Stunden ohne Futter, können Sie Ihren Vierbeiner einige Tage mit einer „Schonkost“ füttern. Diese ist fettarm und enthält keine groben Bestandteile oder Inhaltsstoffe, die den Magen-Darm-Trakt belasten. Dazu eignen sich zum Beispiel Kombinationen aus magerem Fleisch (z.B. Hühnerfleisch, Schaffleisch oder Rindfleisch) und Reis oder Reis mit Quark. Alternativ können Sie auch Kartoffelbrei oder Hartweizengrieß-Eierteigwaren zusammen mit guten Proteinquellen als Schonkost für Hunde verwenden. Eier sind aber nur gekocht für Hunde geeignet. Die meisten Tierärzte empfehlen zudem, auch Fleisch nur in gekochtem Zustand zu verfüttern. Im Handel erhalten Sie auch bereits fertige Schonkost für Hunde mit Durchfall.

 

Chronischer Durchfall bei Hunden

Die Ernährung bei chronischem Durchfall bei Hunden richtet sich vor allem nach der Ursache der Verdauungsbeschwerden. Sind zum Beispiel Futtermittel-Allergien der Auslöser, darf der Hund die entsprechenden Futterbestandteile nicht mehr fressen.

Generell sind bei chronischem Durchfall bei Hunden hochwertige Eiweiße im Hundefutter besonders wichtig, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Fett vertragen die Vierbeiner dagegen bei den meisten Erkrankungen, die chronischen Durchfall bei Hunden hervorrufen, nur in geringen Mengen. Achten Sie deshalb besonders auf hochwertige Fette. So stecken die wichtigen ungesättigten Fettsäuren vor allem in pflanzlichen Fetten wie Rapsöl, Sojaöl oder Sonnenblumenöl.

Bei chronischem Durchfall ist es in jedem Fall ratsam, mit dem Hund einen Tierarzt aufzusuchen. Er stellt die Ursache des Durchfalls fest und leitet gegebenenfalls eine Behandlung ein. Außerdem erklärt er Ihnen, wie Sie Ihrem Hund durch eine angepasste Fütterung helfen können.

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: Januar 2012
Quellen:
Grünbaum, E.-G., Schimke, E.: Klinik der Hundekrankheiten. Enke, Stuttgart 2007
Suter, P.F., Kohn, B.: Praktikum der Hundeklinik. Parey, Stuttgart 2006

 

 

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