Anzeige

Anzeige

Zur Tiermediziner-Community Vets online

Anzeige


Futtercheck online
Home » Ernährung » Diätfutter für Katzen mit Blasenproblemen

Diätfutter für Katzen mit Blasenproblemen

 

Diesen Artikel teilen:

 

Blasenprobleme kommen bei Katzen häufiger vor. Foto: Pixabay.com

Katzen leiden häufig an Blasenproblemen. Neben einer medizinischen Behandlung durch den Tierarzt, spielt die therapiebegleitende Ernährung oft eine wichtige Rolle, insbesondere um einer Verschlechterung der Beschwerden vorzubeugen.

Typische Krankheiten der Katze, die mit Blasenproblemen einhergehen, sind:

Anzeige

  • Entzündungen der Blase (Blasenentzündung, Zystitis) und der Harnröhre (Urethritis) bei der Katze können unter anderem durch Erreger wie Bakterien verursacht werden. Typische Symptome sind häufiges Absetzen kleiner Urinmengen, Pressen und blutiger Urin (Hämaturie). Manchmal setzt die Katze auch Urin an unerwünschten Stellen ab – dies ist für Katzen ungewöhnlich, da sie normalerweise sehr reinliche Tiere sind.
  • Harnsteine und Harnkristalle sind insgesamt bei Katzen selten und nur für rund fünf Prozent der Fälle verantwortlich, wenn Katzen dem Tierarzt mit Schmerzen und Blut im Urin vorgestellt werden. Typische Symptome hier sind blutiger Urin, häufiges Absetzen kleiner Mengen Urin, lange Aufenthalte auf der Katzentoilette, Pressen und eventuell Harnabsatz an unerwünschten Stellen.

Harnsteine und Harnkristalle können unterschiedlich zusammengesetzt sein. Die meisten bestehen aus sogenanntem Kalziumoxalat oder Struvit. Ihre Zusammensetzung lässt sich mittels Harnsteinanalyse oder in einer Urinprobe mittels Sedimentanalyse feststellen und ist wichtig für die Behandlung sowie für die folgende diätetische Ernährung der Katze.

 

  • Obstruktive FLUTD: Die sogenannte Obstructive Feline Lower Urinary Tract Disease (FLUTD), auf Deutsch „Untere Harnwegserkrankung der Katze“, geht mit einer Verengung der Harnröhre einher. Die Katze hat Probleme, Harn abzusetzen – trotz starkem Pressen kommt kaum Urin. Dies kann für die Katze so schmerzhaft sein, dass sie beim Urinabsetzen sogar schreit. Früher vermutete man, dass die Nahrung und bestimmte Nahrungsbestandteile wie Magnesium und Phosphat an der Entstehung der FLUTD beteiligt sein könnten, aber letztlich ist die Ursache unbekannt.

 

Jetzt folgen:

Behandlung und Ernährung bei Blasenproblemen der Katze

Wie Blasenprobleme behandelt werden, richtet sich in erster Linie danach, welche Ursache hinter den Beschwerden steckt. Bei einer Blasenentzündung und vor allem dann, wenn sich Hinweise auf Bakterien im Urin finden, verabreicht der Tierarzt der Katze zunächst ein Antibiotikum als Spritze und verordnet Tabletten für die nächsten Tage. Außerdem erhält die Katze ein krampflösendes Medikament und Schmerzmittel.

Langfristig, und insbesondere, wenn auch Harnkristalle vorliegen, spielt die Fütterung der Katze eine wichtige Rolle. In den meisten Fällen ist ein Spezialfutter oder Diätfutter für Katzen, die zu Blasensteinen und Harnkristallen neigen, sinnvoll. Die Zusammensetzung von Harnstein-Diäten führt dazu, dass die Katze einen angesäuerten, wässrigen Urin bildet, in dem sich vor allem die aus Struvit bestehenden Harnsteine nach vier bis acht Wochen auflösen. Die Katze sollte die Harnstein-Diät noch mindestens zwei bis vier Wochen lang bekommen, wenn in der Röntgen-Untersuchung oder der Ultraschall-Untersuchung keine Harnsteine oder Harngries mehr sichtbar sind.

Solche Diätfutter für Katzen, die zu Blasenproblemen neigen, enthalten zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl. Sie sollen helfen, die Harnwege gesund zu erhalten und vor Entzündungen zu schützen. Außerdem finden sich häufig Antioxidantien, die eine gesunde Nierenfunktion unterstützen sollen. Das Spezialfutter soll den pH-Wert (der Wert, der anzeigt, ob der Urin sauer oder basisch ist) des Harns kontrollieren.

Anzeige

Das können Sie selbst tun, wenn Ihre Katze unter Blasenproblemen leidet

Wenn Ihre Katze an Blasenproblemen leidet und Sie den Verdacht haben, sie könnte eine Blasenentzündung oder einen Blasenstein haben (vor allem, wenn ihr Urin blutig ist!), zögern Sie nicht lange und suchen Sie einen Tierarzt auf. Nur der Tierarzt kann mittels der ihm zur Verfügung stehenden Diagnostik feststellen, woran Ihre Katze leidet – und die entsprechende Behandlung vornehmen! Halten Sie sich an die Empfehlung des Tierarztes und geben Sie Ihrer Katze die verordneten Medikamente wie vorgesehen und ausreichend lange. Gehen Sie mit Ihrer Katze auch zu den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen zum Tierarzt.

Was Sie darüber hinaus bei Blasenproblemen Ihrer Katze tun können:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Katze immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung hat. Katzen sind „schlechte Trinker“ – wenden Sie daher ein paar Tricks an, um ihr das Wasser schmackhaft zu machen. So können Sie zum Beispiel das Wasser mit Fleisch- oder Fischgeschmack anreichern. Stellen Sie mehrere Wassernäpfe auf, sodass das Wasser stets leicht für die Katze verfügbar ist.
  • Füttern Sie Ihrer Katze ausschließlich eine Harnstein-Diät, die gegen die Art der Harnsteine wirkt, die bei Ihrer Katze festgestellt wurde. Geben Sie der Katze kein anderes Futter – auch keine Leckerli, es sei denn, es handelt sich hierbei auch um spezielle Leckerli, die bei Blasenproblemen gefüttert werden dürfen.
  • Geben Sie Ihrer Katze mit Blasenproblemen lieber mehrere kleine Portionen Diätfutter als einmal am Tag eine große Portion, um das Risiko einer Harnstein-Bildung zu verringern.
  • Ihre Katze muss sich erst an die Futterumstellung gewöhnen – geben Sie ihr Zeit und bleiben Sie konsequent! Probieren Sie verschiedene Diätfutter und Geschmacksrichtungen aus und geben Sie nicht auf – die Gesundheit Ihrer Katze ist es wert!
  • Halten Sie die Katzentoilette sauber und stellen Sie mehrere Katzenklos auf. Ihre Katze sollte ausreichend Gelegenheit haben, in Ruhe Urin abzusetzen.
  • In manchen Fällen kann Stress bei der Katze Blasenprobleme begünstigen. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Katze entspannt ist und vermindern Sie Stresssituationen.

 

Weiterführende Informationen
Autor: Dipl.-Biol. Tanja Rojewski, medproduction
Datum: Dezember 2016
Quellen:

Rand, J.: Praxishandbuch Katzenkrankheiten. Urban & Fischer Verlag, 2009

Purina: https://www.purina.de/katze/one/produkte/trockenfutter-urinary-huhn (Abruf: 12/2016)

Tierarztpraxis Am Schlagbaum: Blasenentzündung der Katze: http://www.tierarztpraxis-am-schlagbaum.de/blasenentzundungkatze.php (Abruf: 12/2016)

Purina: https://www.purina.de/katze/one/magazin/article/gesundheit/harnwegserkrankungen-erkennen-und-vorbeugen (Abruf: 12/2016)

Schlagwörter:

Diesen Artikel teilen:

Anzeige

Anzeige

UmfrageNeu
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin