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Liquoruntersuchung bei Tieren

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Hund bei der Narkose

Bei Kleintieren ist eine Vollnarkose notwendig, um Liquor zu entnehmen. Foto: vetproduction

Was ist eine Liquoruntersuchung bei Tieren?

Die Liquoruntersuchung ist ein Verfahren, um Erkrankungen oder Schädigungen des Zentralen Nervensystems beim Tier festzustellen. Für die Liquoruntersuchung entnimmt der Tierarzt dem Tier Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) und lässt sie auf krankhafte Veränderungen untersuchen.

Durchführung:

Wie wird eine Liquoruntersuchung bei Tieren durchgeführt?

Bei Kleintieren wie Hunden und Katzen ist eine Vollnarkose notwendig, um den Liquor zu entnehmen. Dazu sticht der Tierarzt mit einer sogenannten Spinalnadel am Übergang zwischen dem Hinterhauptbein und dem oberen Halswirbel in den Spinalkanal, in dem sich die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) befindet, ein. Der Liquor tritt dann in der Regel tropfenweise aus. Auch zwischen den Lendenwirbeln kann der Liquor beim Tier gewonnen werden, allerdings ist er dann häufiger mit Blut verunreinigt und damit für die Liquoruntersuchung weniger geeignet.

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Bei Großtieren wie Pferden und Wiederkäuern entnimmt der Tierarzt den Liquor unter örtlicher Betäubung im Lendenbereich. Das Tier erhält dazu ein Beruhigungsmittel. Wie bei Kleintieren kann der Liquor auch unter Vollnarkose am Übergang zwischen dem Schädel und dem oberen Halswirbel gewonnen werden. Der Tierarzt führt die Liquoruntersuchung möglichst rasch an der frisch entnommenen Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit durch, da sich die Werte bei zu lange gelagertem Liquor verfälschen können.

Für die Liquoruntersuchung beim Tier wird Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit benötigt, die möglichst keine frischen Blutbeimischungen enthält. Der Tierarzt kontrolliert zunächst die Farbe, Trübung und Gerinnung des Liquors. Normalerweise ist die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit farblos und klar. Ein Gelbstich ist ein möglicher Hinweis auf eine Gelbsucht (Ikterus) oder länger zurückliegende Blutungen. Außerdem überprüft der Tierarzt bei Liquoruntersuchung den Eiweiß- und Zuckergehalt des Liquors sowie die Zahl der enthaltenen weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und weiterer Zellen. Auch Erreger wie Viren lassen sich im Falle einer Infektion im Liquor nachweisen.

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