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Hautgeschabsel bei Tieren

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Mikroskop

Das entnommene Hautgeschabsel wird unter dem Mikroskop betrachtet. Foto: vetproduction

Was ist ein Hautgeschabsel bei Tieren?

Bei einem Hautgeschabsel entnimmt der Tierarzt dem Tier eine Probe von einer veränderten Hautstelle, um es zu untersuchen. Ist die Haut des Tieres erkrankt, treten unterschiedliche Veränderungen auf – die Haut ist beispielsweise gerötet, verdickt, juckt, verschorft oder die Haare fallen aus.

Mit einer Skalpell-Klinge schabt der Tierarzt vorsichtig einige Hautzellen am Übergang zwischen der veränderten und der gesunden Haut des Tieres ab und untersucht diese unter dem Mikroskop. Mithilfe des Hautgeschabsels kann er herausfinden, ob die veränderte Hautstelle mit Parasiten, Bakterien, Pilzen oder Hefen befallen ist. Die entnommenen Zellen beurteilt der Tierarzt ebenfalls – so kann er beispielsweise sehen, ob Entzündungszellen vorliegen.

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Durchführung:

Wie wird ein Hautgeschabsel bei Tieren durchgeführt?

Der Tierarzt entnimmt ein Hautgeschabsel, wenn das Tier an einer Hauterkrankung leidet. Viele Veränderungen können Anzeichen einer Hauterkrankung sein – das Tier juckt sich oft, die Haut ist beispielsweise trocken und schuppig oder haarlos, gerötet und verkrustet. Je nachdem, welche Stelle des Körpers betroffen ist und wie die Haut verändert ist, entscheidet sich der Tierarzt für unterschiedliche Probenentnahmen.

  • Entnimmt er ein oberflächliches Hautgeschabsel, schabt er mit einer Skalpell-Klinge vorsichtig die Haut des Tieres an und streicht das gewonnene Material auf einem Objektträger aus. Oftmals benutzt er Öl an der Haut oder auf dem Objektträger, damit die Zellen besser haften bleiben.
  • Um bestimmte tief liegende Parasiten nachzuweisen, wie beispielsweise die Demodex-Milbe, muss der Tierarzt ein tiefes Hautgeschabsel entnehmen. Er schabt die Haut vorsichtig an, bis die ersten Blutungen auftreten. Es ist hierbei notwendig, etwas Druck auf die Haut auszuüben, damit die Parasiten gefunden werden.
  • Bei besonders feuchten Hautveränderungen des Tieres werden Abklatsch-Präparate angefertigt – der Tierarzt drückt den Objektträger mehrmals auf die veränderte Stelle.
  • Bei Ohrentzündungen des Tieres nimmt der Tierarzt ein Wattestäbchen, um Material zu gewinnen und rollt dieses auf dem Objektträger aus (Ohrtupfer).
  • Bei trockenen, schuppigen Hautveränderungen hingegen wird ein Klebestreifen auf die Stelle aufgebracht und somit Material gewonnen.
  • Liegen eher knotige Veränderungen der Haut vor, so entnimmt der Tierarzt eine Feinnadel-Aspiration. Mit einer kleinen Kanüle gewinnt er aus dem Knoten Zellen und kann diese weiter bestimmen (Aspirationszytologie).

Unabhängig davon, mit welcher Methode der Tierarzt die Zellen beim Hautgeschabsel gewonnen hat, wird das Material getrocknet, im Labor fixiert und gefärbt und dann unter dem Mikroskop beurteilt.

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