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Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Der Tierarzt spritzt das Narkosemittel

Eine Gelenkspiegelung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Tierarzt spritzt das Narkosemittel. Foto: vetproduction

Was ist eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren?

Eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem der Tierarzt durch eine Endoskop-Kamera in das Innere eines Gelenks sehen kann. Der Tierarzt führt das Endoskop durch eine kleine Öffnung in das Gelenk des Tieres ein und beurteilt die Struktur. Durch weitere kleine Öffnungen kann er Geräte einführen und mit deren Hilfe Eingriffe am Gelenk durchführen. Er kann Gewebeproben (Biopsien) und Spülproben aus dem Gelenk des Tieres entnehmen, die im Labor weiter untersucht werden.

Zum einen setzt der Tierarzt eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) als diagnostisches Werkzeug ein, um die Ursache einer Lahmheit festzustellen. Mithilfe der Kamera sieht er in das Innere des Gelenks und kann kleine abgesplitterte Knochen oder Abnutzungserscheinungen genau erkennen. Ohne die Gelenkspiegelung wäre es notwendig, das Tier zu operieren und das Gelenk komplett zu eröffnen, um es so genau von Innen zu sehen.

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Andererseits nutzt der Tierarzt die Arthroskopie auch als Therapie-Verfahren, um Eingriffe im Gelenk des Tieres durchzuführen. Beispielsweise kann er mithilfe kleiner Werkzeuge eine Arthrose (Gelenkverschleiß) im Gelenk glätten oder kleine Knochensplitter entfernen. Hierfür sind nur kleine Einschnitte im Gelenk notwendig.

Der Tierarzt rät zu einer Arthroskopie, wenn das Tier Symptome einer Gelenkerkrankung zeigt, die sich mit anderen Diagnose-Methoden wie einer Blutuntersuchung oder Röntgen-Untersuchung nicht feststellen lassen. Eine Gelenkerkrankung beim Tier zeigt sich unter anderem dadurch, dass das Tier lahmt, schlecht läuft oder Schmerzen hat.

Durchführung:

Wie wird eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Tieren durchgeführt?

Der Tierarzt führt eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) in Vollnarkose durch. Vor der Operation schert der Tierarzt die betroffene Stelle, säubert und desinfiziert sie, um sterile Bedingungen zu schaffen. Zuerst entnimmt er mittels einer Kanüle eine Probe der Gelenkflüssigkeit und bringt etwas Spülflüssigkeit in das Gelenk ein. Er setzt zwei weitere kleine Schnitte.

Durch einen Schnitt führt der Tierarzt das Endoskop ein, womit er in das Innere des Gelenks sehen kann. Durch einen weiteren Zugang bringt er die Arbeitsgeräte in das Gelenk des Tieres ein. Der Eingriff kann dann mithilfe dieser Geräte durchgeführt werden. Nach der Gelenkspiegelung vernäht der Tierarzt die kleinen Einschnitts-Stellen. Meistens erhält das Tier nach der Arthroskopie Antibiotika und Schmerzmittel.

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