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Elektromyografie (EMG) bei Tieren

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Untersuchungsinstrumente beim Tierarzt

Vor einem EMG werden verschiedene neurologische Untersuchungen durchgeführt. Foto: vetproduction

Was ist eine Elektromyografie (EMG) bei Tieren?

Die Elektromyografie (EMG) bei Tieren ist ein Verfahren, mit dem die elektrischen Impulse gemessen werden, die bei Muskelbewegungen entstehen. Das EMG-Gerät zeichnet diese Impulse auf und stellt sie in einer Kurve und einem charakteristischen Geräusch dar. Der Tierarzt erkennt daran, wie stark, lange und schnell ein Muskel auf Reize reagiert. Daraus kann er folgern, ob Nerven oder die Muskulatur des Tieres geschädigt sind.

Durchführung:

Wie wird eine Elektromyografie (EMG) bei Tieren durchgeführt?

Vor der Elektromyografie (EMG) führt der Tierarzt verschiedene neurologische Untersuchungen beim Tier durch. So kann er bestimmen, welche Nerven beziehungsweise Muskeln möglicherweise für die Beschwerden des Tieres verantwortlich sind und bei der EMG getestet werden.

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Um die Elektromyografie durchzuführen, bringt der Tierarzt nadelförmige Elektroden in die Muskeln des Tieres ein. Diese Nadelelektroden messen die Muskelströme, die entstehen, wenn sich der Muskel an- oder entspannt. Der Tierarzt prüft die elektrischen Impulse bei spontaner Muskelarbeit und bei Bewegungen, die durch elektrische Stimulation des Muskels ausgelöst werden.

Normalerweise zeigt der ruhende Muskel des Tieres keine elektrische Aktivität, abgesehen von gelegentlichen spontanen Bewegungen. Sind periphere Nerven – also solche, die außerhalb des Gehirns oder Rückenmarks liegen – geschädigt, treten ständig spontane Muskelbewegungen auf, die das EMG registriert. Zeigt der Muskel des Tieres dagegen keinerlei spontane Aktivität, ist dies ebenfalls ein Zeichen, dass eine Erkrankung vorliegt. Ist die Elektromyografie am ruhenden Muskel nicht eindeutig, stimuliert der Tierarzt den Muskel mit elektrischen Impulsen und beobachtet am EMG die Muskelreaktion, um Veränderungen festzustellen.

In der Regel ist es für eine Elektromyografie notwendig, das Tier zu betäuben. Dadurch lassen sich alle willkürlichen (vom Tier willentlich erzeugten) Bewegungen vermeiden. Der Tierarzt prüft deshalb vor der Elektromyografie durch eine gründliche körperliche Untersuchung und eine Blutuntersuchung, ob der allgemeine Gesundheitszustand des Tieres eine Vollnarkose zulässt. Meist wird die Elektromyografie bei Tieren in Verbindung mit anderen Untersuchungen wie einer Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) durchgeführt, für die das Tier ohnehin betäubt wird.

Verschiedene Erkrankungen zeigen charakteristische Veränderungen des EMG, sowohl in der aufgezeichneten Kurve als auch im erzeugten Ton.

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