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Abstrich (Tupferprobe) bei Tieren

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Abstrich

Das Probematerial des Abstrichs beim Tier wird auf den Objektträger aufgetragen. Foto: vetproduction

Was ist ein Abstrich (Tupferprobe) bei Tieren?

Bei einem Abstrich bei Tieren entnimmt der Tierarzt mit einem Tupfer Zellen von den Schleimhäuten des Tieres (Tupferprobe). Das Probenmaterial kann er zum Beispiel auf Veränderungen der Zellen, auf Bakterien oder Pilze untersuchen.

Mittels Abstrich lassen sich bestimmte Erkrankungen wie Tumoren oder Infektionen erkennen. Die vaginale Tupferprobe ist außerdem geeignet, um festzustellen, ob ein Tier trächtig werden kann und damit zur Zucht geeignet ist.

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Durchführung:

Wie wird ein Abstich (Tupferprobe) bei Tieren durchgeführt?

Um einen Abstrich (Tupferprobe) bei Tieren anzufertigen, fährt der Tierarzt mit einem befeuchteten Wattestäbchen (Tupfer) oder einer kleinen Bürste die Schleimhäute des Tieres ab. Wie der Abstrich genau angefertigt wird, hängt davon ab, welche Schleimhäute mit der Tupferprobe untersucht werden sollen. Für einen Abstrich der Bindehaut oder der Hornhaut des Auges ist eine örtliche Betäubung des Tieres notwendig. In der Regel sind für Abstriche bei Tieren keine zusätzlichen Hilfsmittel notwendig, außer für Tupferproben der Geschlechtsorgane.

Abstrich bei weiblichen Tieren: Für vaginale Untersuchungen ist ein sogenanntes Spekulum notwendig, das der Tierarzt in die Scheide des Tieres einführt. Damit ist es möglich, mit dem Tupfer an den Gebärmutterhals zu gelangen, ohne die Schleimhaut der Scheide zu berühren. Auch für einen Abstrich der Scheiden-Schleimhaut oder eine Probe des Vaginalsekrets verwendet der Tierarzt das Spekulum, damit keine Keime von den äußeren Geschlechtsteilen nach innen gelangen. Eine Probe des äußeren Muttermunds kann entnommen werden, wenn dieser mit einem Spekulum fixiert wird. Mit speziellen Instrumenten kann der Tierarzt auch einen Abstrich aus der Gebärmutter gewinnen. Ist eine Tupferprobe des Gebärmutterhalses, des Muttermunds oder der Gebärmutter geplant, schließt der Tierarzt vorher aus, dass das Tier trächtig ist.

Abstrich bei männlichen Tieren: Bei Pferden, Katzen und Hunden entnimmt der Tierarzt Abstriche des Penis, zum Beispiel der Harnröhre oder der Eichelgrube. Beim Hengst erfolgt die Tupferprobe am erigierten, ausgeschachteten Penis ohne vorherige Reinigung. Bei Hunden und Katzen kann der Tierarzt außerdem eine Probe des Vorhautsekrets mit einem Abstrich gewinnen. Dazu reinigt er die Vorhautöffnung und führt ein schmales Spekulum ein, durch das er die Probe mit einem Tupfer entnimmt.

Nach der Entnahme beim Tier rollt der Tierarzt den Abstrich auf einem Objektträger aus, färbt ihn an und betrachtet ihn unter dem Mikroskop. Die Probe kann unter anderem auf Bakterien und Zellveränderungen untersucht werden. Bei Proben des Vaginalsekrets beziehungsweise des Vorhautsekrets sowie bei Abstrichen am Auge wird der Tupfer in ein Röhrchen mit einem Transportmedium gegeben, das Röhrchen verschlossen und zur weiteren Untersuchung an ein Labor geschickt.

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